Die Entwicklung der Fahrzeuge

Es war ein langer Weg von der ersten Handdruckspritze bis zur Entwicklung der heutigen Lösch- und Rettungsfahrzeuge. Im folgenden wollen wir einen kurzen Überblick über diesen Weg geben.
1769
James Watt patentiert seine Verbesserungen der Dampfmaschine von T. Newcomen.
1829
John Braithwaite und John Ericsson bauen in London die erste Dampfspritze, diese entsprach noch nicht den Erwartungen und wurde scherzhaft "Küchenofen" genannt.
1840
Paul R. Hodge stellt eine selbstfahrende Dampfspritze vor, die ab 1841 in Manchester im Dienst war.
1852
Latta entwickelte in Cincinnati eine selbstfahrende Dampfspritze, genannt "Onkel Joe Ross", die erfolgreich beim Löschen von Bränden eingesetzt wurde. Sie diente bis zum 6.12.1855, als sie durch eine Kesselexplosion zerstört wurde.
1855
Ab diesem Jahr begann die englische Firma Shand, Mason & Co's aus London Dampfspritzen herzustellen. Sie lieferten ihre Spritzen später in die ganze Welt.
1875
Begannen die Löschfahrzeughersteller in Deutschland und Österreich nach dem englischen Muster Dampfspritzen herzustellen. Sie waren eine Kombination aus Handdruck- und Dampfspritzen und konnten sofort am Brandort eingesetzt werden, indem die Aufwärmphase mit Handdruck überbrückt wurde.
1876
Entwickelte Otto seinen Verbrennungsmotor mit dem Viertaktverfahren. Dies führte im weiteren Verlauf der Entwicklungen zur Einführung der Kreiselpumpen und somit zu moderneren Löschgeräten.
1888
Auf dem 13. Deutschen Feuerwehrtag in Hannover stellte Heinrich Kurtz aus Stuttgart die erste Benzinmotorspritze vor.
1893
Auf dem 14. Deutschen Feuerwehrtag in München stellte Magirus die erste Kraftspritze vor, bei der der Antrieb der Kolbenpumpe durch eine Kraftmaschine erfolgte. 

Mobile Dampfspritze um 1900
1901
Führte die Waggonfabrik W.C.F. Busch AG Bautzen ihre automobile Dampffeuerspritze vor.
1904
Begann Magirus mit der Herstellung von Kraftfahrspritzen und -drehleitern, die durch Wasserdampf angetrieben wurden. Somit fertigte Magirus den damals ersten Dampflöschzug der Welt, der später nach Köln geliefert wurde.
1910
Wurde allgemein bei den Löschfahrzeugen die Kreiselpumpe eingeführt, nachdem das Problem des Ansaugens durch eine besondere Anordnung von Ansaugpumpen gelöst wurde. Die Firma Rosenbauer aus Linz entwickelte eine kleine tragbare Kraftspritze, die durch einen Verbrennungsmotor angetrieben wurde. Diese Spritze ebnete den Weg für die Motorisierung der Landfeuerwehren, da sie auf einem Hänger untergebracht schnell zum Brandherd transportiert werden konnte und weniger Bedienpersonal erforderte als die Handdruckspritzen.
Nach dem 1. Weltkrieg
Wurde das Automobil meist als Nutzfahrzeuge verwendet und auch speziell für die Feuerwehr konzipierte Fahrzeuge wurden hergestellt. Die Aufbauten waren meist offen und boten ausreichend Platz für die Löschmannschaft, Löschwasser und Schläuche. Meist wurden diese Fahrzeuge zudem mit Kreiselpumpen ausgerüstet.
1930
Verabschiedete man sich von den offenen Aufbauten und ging zu geschlossenen Bauformen über, die der Mannschaft und dem Gerät bei der Fahrt mehr Schutz boten.

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