Die Geschichte der Feuerwehr Gera

An dieser Stelle möchten wir Sie über die Geschichte unserer Feuerwehr informieren. Um diese lange und sehr umfangreiche Geschichte übersichtlicher zu gestalten, wurde sie in mehrere Abschnitte unterteilt, die Sie im folgenden finden.
 Vom Mittelalter bis zur Gründung der Feuerwehr 1859

Der Feuerlöschdienst wurde bis zum Jahre 1859 in Gera von den Zünften getragen. Eingeteilt nach ihren Berufen und Stadt-Districten hatten sich alle männlichen Bürger bzw. Einwohner bei einem Schadensfeuer am Brandplatz an den Deponien der wenigen technischen Hilfsmittel zu versammeln.
Gera gehörte zu den Städten, die besonders häufig von verheerenden Bränden heimgesucht wurden.
Bis zur Gründung der städtischen Feuerwehr wurde das Treiben in Gera durch Feuerlösch- bzw. Polizeiordnungen angewiesen.
15. Oktober 1450
war der grauenvollste Tag im sächsischen Bruderkrieg. Dieser legte die gesamte Stadt Gera mit deren Befestigungen in Trümmer und begrub einen Großteil der Bürger. Retten konnten sich nur diejenigen, die sich in die vermeintliche Burg geflüchtet haben.
1487
Geranische Stadtstatuten Schon die alten Geranischen Statuten gaben Maßregeln über das Verhalten bei einem Brandfall vor. Wie im Artikel 46 "item aber Feuer Got abwende, zu Tag oder Nacht ausqueme, daruber sah man zw. storm leutten oder schreien, dazu sah ein ieglicher Bürger ader mitwohner ansaumig mit schaffen, Lettern, Stuntzen und anderes darzu gehörende, Leaffen und je mit Lehren Händen nicht Kohmen, undgar treulich helfen wehren,also das man in ab einen getreuen Bürger erkennen möge. Welcher also daszu nicht queme, der sah darum nach eine ratserkenntnis geusset werden." Und im Artikel 48"item wer die weste kuffen mit wasser zu dem feuer fürt, den gibt man von der Stadt wegen zw. Lon zum neun groschen." Jeder Bürger war also verpflichtet, bei Ausbruch eines Brandes mit einem Löschgerät an den Brandplatz zu eilen.
1639
Wurde fast der dritte Teil der Stadt durch Brandlegung der Schweden eingeäschert, denen der Verkauf erbeuteten Viehs aus Furcht vor Einschleppung der Pest untersagt war. 

Die älteste Ansicht der Stadt Gera. Sie stammt von 1670.
20. März 1686
Traf die Stadt das gleiche Schicksal wie schon 1450. Durch diesen Brand wurden in Gera 358 Häuser, 3 Stadttore und 50 Scheunen zerstört.
16. Juni 1695
Hinrichtung eines Einwohners von Schwaara mittels Schwert wegen Brandstiftung.
25. Juli 1726
Da man in Erfahrung gebracht hatte, dass in manchen Häusern aus deren Dorfschaften des bisherigen Amtsbezirkes sehr nachlässig mit Feuer und brennenden Schleißen umgegangen wurde, hat man die erste landesherrliche Feuerordnung verrissen (erlassen), wo unter anderem befohlen wird, dass bei Nichteinhaltung Strafe zu zahlen ist.
1756
Erwarb die Stadt Gera ihre erste bespannte hölzerne Handdruckspritze und einige Jahre später eine weitere Handdruckspritze mit Druckbaum.
18. September 1780
Der zweite große Brand in Gera, der letzte Tag von Gera. Die Stadt war rettungslos dem Elend preisgegeben. Durch das Feuer wurden zerstört:  | 252 Bürgerhäuser im Inneren der Stadt
|  | 404 Bürgerhäuser in den Vorstädten
|  | 28 Bürgerhäuser auf der Neustadt
|  | 2 Gartenhäuser
|  | 68 Scheunen
|  | 31 öffentliche Gebäude
|  | sowie die Johanneskirche |
Abgebrannt waren im Ganzen 785 Gebäude, die binnen drei Stunden sämtlich im Feuer standen. 10 Personen mussten ihr Leben lassen.
30. Juli 1784
Wurde eine Registrierung der Feuerwehrgeräte der Stadt vorgenommen. Die Stadt besaß zu diesem Zeitpunkt:  | eine Spritze beim Herrn Regierungsrat
|  | eine Spritze in der Waage
|  | vier Schlauchspritzen mit 8 Schläuchen
|  | eine hölzerne Handspritze
|  | sechs eiserne Pechpfannen
|  | zwei kupferne Schußen
|  | acht Sturmfässer |
7. Februar 1790
Spezifikation der Feuergeräte der Stadt. Die Stadt besaß:  | 8 Feuerspritzen mit Schläuchen
|  | 373 Stück Feuereimer (21 im Marstall und 151 in der Waage)
|  | 34 Stück Feuerleitern
|  | 17 Stück Feuerhaken
|  | 21 Sturmfässer |
12. September 1806
Feuerordnung der Stadt Gera (gedruckt bei Christian Ludwig Albrecht (1807)) fordert:  | halbjährliche Feuerschau durch den Stadtrat
|  | öffentliche Feuergeräte der Stadt |
in der Ratswaage und im Marstall
 | 7 große Feuerspritzen, inklusive der beiden sogenannten Landspritzen
|  | hiervon sollen 4 mit Schläuchen versehen werden und eine oder zwei auch mit einem Zubringer oder Ansaugwerk
|  | 17 Sturmfässer auf Schleifen an den öffentlichen Brunnen in die Brauhäuser verteilt
|  | 24 große Feuerleitern von 30-50 Fuß Länge
|  | 20 Feuerhaken von 20-40 Fuß Länge an vier Orten (auf dem Steinweg, an der Stadtmauer, an dem Steinweg an der Kanzlei und an der Stadtmauer neben dem Badertor)
|  | 20 Gabeln zum Unterstützen und Heben der Leitern und Haken
|  | 24 Feuerwischer (lange Stangen mit großem Buschreißholz oder Stroh)
|  | 24 Schöpfstützen
|  | 24 Feuerkrücken
|  | 7 Laternen aus Blech
|  | 4 Tragzuber mit Stange zum Wassertransport
|  | 12 Handspritzen |
außerdem sollen
 | 32 große Säcke
|  | 16 Handbeile |
aufgewartet werden. Feuergeräte jedes Einwohners:
 | Feuereimer, gekennzeichnet
|  | und diese gedruckte Feuerordnung |
Weiterhin wurden gefordert:
 | Feuergeräte der Innungen (Eimer und Handspritze)
|  | Feuergeräte der öffentlichen Gebäude (Eimer, Handspritze, Feuerwischer, Feuerkrücken und Zuber)
|  | Brandcorps in der Stadt (soll in der Stadt Gera ein eigenes Brandcorps errichtet werden) |
7. August 1810
Kontrolle von Brandmaßnahmen und Festlegungen dazu, sowie Bestrafungen bei Nichteinhaltung der Forderungen der Feuerordnung.
5. August 1821
Excellentihsime erlassen. Dort wird gesagt:  | in jedem Viertel der Stadt wird eine Feuercompanie von 200 Mann errichtet und zwar aus jedem Haus ein oder zwei Mann bis zum 40ten Jahr des Alters |
Jede solche Companie besteht aus:
 | 4 Offizieren
|  | 150 Gemeinen mit Löscheimern
|  | 10 Zimmerleuten
|  | 16 Mann zur Rettung der Mobilien
|  | 20 Mann für Feuerleitern und Feuerhaken |
Für die Spritzen muss folgendes Personal zugeteilt werden:
 | 1 Spritzenmeister
|  | 1 Gehilfe
|  | 24 Pumper |
28. Februar 1824
besteht Brandcorps aus:  | 4 Companien, jede inklusive der dazugehörigen Aufsichtsführer mit 231 Mann
|  | Gesamt gleich 924 Mann |
30. August 1824
Amts- und Nachrichtenblatt für das Fürstentum Gera Nr. 70  | Bekanntmachung |
Sache der Unterstützungskasse für die im Feuerlöschdienst Verunglückten
20. November 1824
Polizeisache 

1829
Wurde aus der ehemaligen ludwigschen Scheune mit einem Kostenaufwand von 1478 Thlr und 13 Gr ein Spritzenhaus erbaut.
22. November 1837
Verordnung über die städtischen Feuerlöschanstalten  | nach Erscheinung gegenwärtiger Verordnungen wird sofort eine Feuerkommission für die Stadt Gera zusammentreten |
Diese Feuerkommission soll bestehen aus:
 | dem landesherrlichen Polizei-Direktor, als Vorsitzenden
|  | dem Bürgermeister
|  | dem ersten Ratsassessor und
|  | einem der wechselnden Ratsassessoren in gleichen und
|  | aus dem jedesmaligen Militärkommandanten der Stadt Gera |
Das Brandcorp soll folgende Abteilungen erhalten:
 | die Spritzenmannschaft nebst der zur Bildung einer Wasserkette erforderlichen Companien
|  | dem Rettungsverein
|  | die Sicherungscompanie
|  | die Mauerbrecher
|  | die Feuerherren |
12. Dezember 1837
Amts- und Nachrichtenblatt für das Fürstentum Gera Nr. 50  | Verordnung (Neue Feuerverordnung)
|  | Besondere Feuerkommission für die Stadt Gera soll zusammentreten
|  | Bildung eines Brandcorps
|  | Auszahlung von Spritzenmeistern |
Am 8. März wurde dann eine Verordnung über die städtischen Feuerlöschanstalten und am 21. Mai 1838 Verordnung der Feuerkommission erlassen, wo es heißt:
 | Zugleich wird noch bemerkt, dass alle in diesem Verzeichnis nicht aufgeführten männlichen Einwohner vom 16.-60. Jahre zu den Wasserkettenkompanien gehören und diese Companien aus den Einwohnern folgender Districte der Stadt bestehen.
|  | 1. Companie - aus dem 10., 11., 12. und 16. District Sammelplatz vor dem Gasthof "Zum Schwarzen Bär"
|  | 2. Companie - aus dem 1., 4., 13. District Sammelplatz auf dem Kirchhof
|  | 3. Companie - aus dem 3., 14., 15. District Sammelplatz bei der Weberschen Fabrik
|  | 4. Companie - aus dem 7., 8., 9. District Sammelplatz an der Sorge vor dem ehemaligen Leumnitzer Tor
|  | 5. Companie - aus dem 2., 5., 6. District Sammelplatz auf dem Kornmarkt |
29. August 1842
Inventarium über die allhier befindlichen Feuerlösch- und Rettungsgerätschaften der Stadt Gera  | 11 Spritzen
|  | 450 Feuereimer
|  | 20 Wasserkufen
|  | 11 Schläuche
|  | 25 Feuerleitern
|  | 20 Feuerhaken |
6. Juni 1843
Bekanntmachung - Verkauf einer neuen nicht zu großen Schlauchspritze mit Wasserzubringer 

8. Juni 1843
Genehmigung eines aus 300 Mann bestehenden bezahlten Brandarbeitercorps durch den Rat 

3. September 1851
Das ausgebrochene Feuer in der Stadt konnte mit der Feuerspritze durch den Turn- und Waffendisperverein bekämpft werden. Am 20. September 1851 bittet der Turnverein mit 50 Mitgliedern, den Stadtrat eine Feuerspritze mit der nötigen Mannschaft zu erstellen und zu bedienen, sowie dem Turnverein eine Feuerspritze zu überlassen. Am 27. November 1858 wurde der Antrag der Turngemeinde Bellevue an den Stadtrat gestellt, auf Beschluss eine Turner-Rettungs-Schar zu gründen. Diese wurde vom Stadtrat abgelehnt und stattdessen vorgeschlagen, die Turngemeinde möge vorläufig von der Bildung einer Rettungsschar absehen, da hingegen eine Feuerlösch-Companie gründen. Der Stadtrat nahm das Anerbieten von Hilfeleistungen dieser Companie bei Gefahr an. Am 17. März 1859 fand die Übergabe des Beschlusses und das Mitgliederverzeichnis an den Stadtrat statt.
30. September 1859
Wurde der Beschluss der Turner zur Bildung einer Turner-Feuerlösch-Companie durch den Gemeinderat und die Feuerlöschordnung bestätigt.
7. Oktober 1859
Fand die Vereidigung der Führer der Turner-Feuerlösch-Companie mit August Günter, Zeugmacher und mit Louis Röder, Fabrikarbeiter durch den Oberbürgermeister Führbringer mittels Handschlag statt. Somit kann der 7. Oktober 1859 als der eigentliche Gründungstag dieses gemeinnützigen Instituts (der Feuerwehr Gera) angesehen werden. Die Turner-Feuerlösch-Companie besaß nun eine große Zubringerspritze und eine Spritze unter der Führung von Kommandanten Louis Röder.  | Die Innungen zwei Zubringerspritzen und fünf Spritzen |
Weiterhin gab es an den Depots mit Spritzen in:
 | Langenberg, Leumnitz und Untermhaus je eine Spritze sowie
|  | Die Gemeinde Zwötzen ein Sturmfass |
14. Oktober 1859
Brach in Gera das erste Feuer aus, bei welchem die Turner-Feuerlösch-Companie zum ersten Mal zum Einsatz kam. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden in Gera nachfolgend aufgeführte Statuten, Feuerlöschordnungen bzw. Verordnungen erlassen:  | 1487 Geranische Stadtstatuten
|  | 1617 Neuerlassene Feuer-Ordnung
|  | 1670 Neuerlassene Feuer-Ordnung
|  | 1726 Erste Herrliche Feuer-Ordnung
|  | 1806 Feuer-Ordnung
|  | 1807 Feuer-Ordnung
|  | 1821 Excillentihsime
|  | 1824 Polizeisache
|  | 1824 Berichtigung der Feuer-Ordnung von 1807
|  | 1837 Feuer-Ordnung
|  | 1838 Verordnung über die Löschanstalten
|  | 1850 Feuer-Ordnung, Paragraph 36
|  | 1858/59 Vorschlag zur Erarbeitung einer neuen Feuer-Ordnung |
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 1860-1909

August 1860
Wurde ein Grundgesetz der zu errichtenden Geraer Feuerwehr erlassen. Die Schwerpunkte waren: Die zu erreichende Feuerwehr zerfällt in zwei Abteilungen  | Die Löschmannschaften, welcher die Bedienung der Spritzen obliegt
|  | Die Rettungsmannschaften, welche das Retten der Gebäude und das Retten der Menschen zu besorgen haben. |
Die Dienstdauer der Löschmannschaften beträgt ein Jahr.
27. August 1860
Die allgemeine Turngemeinde stellt den Antrag auf Bildung einer freiwilligen Feuerwehr. Diese wurde in diesem Jahr noch geschaffen.
1862
Eine besondere Steigerabteilung trat 1862 zu den bestehenden Löschcorps ins Leben und es erhielt die Wehr als Gesamtbezeichnung Freiwillige Turner-Feuerwehr ihren Namen. Gleichzeitig wurden ein Steigergerätewagen und Steigerausrüstung angeschafft. Blusen und Leibriemen sowie Wachstuchmütze für die Mannschaften wurden ausgegeben. 

23. Juli 1863
Erhielt der Stadtrat zu Gera die Rechnung von der Firma Voigt aus Chemnitz über den Kauf einer Saug- und Schlauchspritze für 370 Taler.
27. Mai 1864
Gemeinderatsbeschluss Die Vereinigung der sämtlichen freiwilligen Feuerwehren und Löschorganisationen in hiesiger Stadt und die Umgestaltung des Feuerlöschwesens.
1865
Entwurf der Statuten der Turnerfeuerwehr zu Gera (erlassen und veröffentlicht im August 1866)  | Der Eintritt in die Turnerfeuerwehr bedingt die Mitgliedschaft in der hiesigen allgemeinen Turngemeinde.
|  | Die Turnfeuerwehr wird in ihren Interessen nach außen durch den Turnrat vertreten.
|  | Die Dienstzeit sämtlicher Vorgesetzten und Corpsmitglieder beträgt zwei Jahre. |
Diesem Jahr kam bezüglich der Entwicklung des Feuerlöschwesens der Stadt Gera eine besondere Bedeutung zu.
6. September 1865
Treff im Rathaus - Vereinigung der I. und II. Abteilung der freiwilligen Turnerfeuerwehr. Im Dezember 1865 traten die vorläufigen Bestimmungen für die freiwillige Feuerwehr der Stadt Gera in Kraft, welche bis zum Erlass einer neuen Feuerlöschordnung galten.  | Das Feuerlöschcorps wird aus Einwohnern der Stadt gebildet. Der Oberbürgermeister der Stadt führt das Kommando über die freiwillige Feuerwehr. Die freiwillige Feuerwehr zerfällt in drei Abteilungen. |
1. Dezember 1865
Im Rathaus richtet man eine ständige Feuerwache ein, bestehend aus einem Fahrer und sechs Mann (diese wurde jedoch später wieder abgezogen).
24. Januar 1866
Amts- und Nachrichtenblatt Nr. 4 - Versteigerung einer überzähligen Schlauchspritze im Marstallgebäude.
12. Februar 1866
Entwurf einer neuen Feuerwehr-Ordnung für die Stadt Gera, welche im März zur Beratung im Rathaus vorlag und am 16. Mai dieses Jahres erlassen wird. Mit dieser Feuerwehr-Ordnung traten neue Regeln in Kraft  | Zum Dienst in der Feuerwehr ist jeder männliche, hier wohnende Gemeindeangehörige von seinem zurückgelegten 24. bis zum vollendeten 42. Lebensjahr verpflichtet.
|  | Die Feuerwehrmannschaft zerfällt in zwei Aufgebote. Zum ersten Aufgebot gehören die Personen bis zum vollendeten 35. Lebensjahr und zum zweiten Aufgebot die bis zum vollendeten 42. Lebensjahr.
|  | Die Aufgebote sollen einschließlich der Führer das Erste = 500 Mann das Zweite = 250 Mann stark sein.
|  | Freiwillige des ersten Aufgebotes sind vier Jahre hintereinander zur Dienstleistung verpflichtet.
|  | Im Amts- und Verordnungsblatt Nr. 27 wurde am 27. Juli 1866 in Ausführung der Feuerwehrordnung vom 16. Mai 1866 bekannt gegeben, dass sich die Feuerwehrpflichtigen laut Liste im Rathaus einzufinden haben. |
1867
Wurde die neugebildete Handwerkerabteilung mit Helm, Bluse und Steigergurt sowie Axt und Spitzhacke ausgerüstet. Diese Handwerkerabteilung hatte auch die Aufgabe, die große Anstelleiter zu bedienen.
Juni 1868
Gab die Feuerwehr Gera ihre Bereitschaft ab, dem neu gebildeten Thüringer Feuerwehr-Verband beizutreten. Die Gründung des ThFV erfolgte am 18. August 1868 im Gasthof "Zum Bären" in Jena, wo der Abgeordnete Stadtbaudirektor Metzner aus Gera über die Veränderung und Stellung der Feuerwehr sprach.
1. November 1868
Wurde die neue Flusswasserleitung der Stadt in Betrieb genommen.
1870
Deutsch-Französischer Krieg Die Feuerwehr Gera übernahm die Lazarettwachen und die Verwundetentransporte, weil die Geraer Garnison nach Frankreich abgerückt war.
29. Oktober 1870
Wurde das Statut des freiwilligen Feuerwehr-Corps zu Gera durch den Oberbürgermeister Weber bestätigt. Gleichzeitig fand die vom Oberkommando und den städtischen Behörden schon lange erstrebte Vereinigung beider Abteilungen der Feuerwehr statt.
Oktober 1872
Ab diesem Zeitpunkt wurden im fürstlichen Theater Gera während der Vorstellungen Feuerwachen bezogen, die man mit einem Chargierten und vier Mann besetzte.
1875
Schenkte die München-Aachener-Feuerversicherung der Feuerwehr in Gera eine neue Ulmer Maschinenleiter.
21. - 23. August 1875
Fanden die IV. Thüringer Feuerwehrverbandstage in Gera mit einer Ausstellung und Übungen statt. Eine neue Übungsordnung wurde verabschiedet und es kam der Wahlspruch auf
Einer für Alle und Alle für Einen. 

1876
Großfeuer in der Häuslerischen Fabrik, Gaswerkstraße, es brannte ein Kessel mit 1000 Litern Spiritus.
21. April 1877
Erbrachte die freiwillige Feuerwehr zur besseren Durchführung des Feuerwehrdienstes den Vorschlag, eine Pflichtfeuerwehr zu bilden. Die Errichtung einer Berufsfeuerwehr wie in Gotha wurde vom Rat abgelehnt.
15. September 1877
Wurde die neue Feuerwehrordnung bestätigt (Reorganisation der Feuerwehr Gera). Diese besagte:  | Zum Dienst in der Feuerwehr ist jeder männliche hier anwohnende Gemeindeangehörige und Schutzgenosse von seinem zurückliegenden 24. bis zum vollendete 30. Lebensjahr verpflichtet.
|  | Das Dienstjahr läuft vom 1. Juli bis zum 30. Juni. Die Dienstzeit dauert 6 Jahre. Freiwillige sind 3 Jahre hintereinander zur Dienstzeit verpflichtet. |
Die besondere Stellung der freiwilligen Feuerwehr wurde aufgehoben und diese in die städtische Feuerwehr eingereiht, so dass nur noch eine Abteilung bestand. Die Zusammensetzung war:
 | 1 Branddirektor, 3 Brandmeister, 14 Oberfeuerwehrleute, 114 freiwillig angetretene Feuerwehrmänner, die sämtlich uniformiert waren. Die Reserve bestand aus 270 Mann, die alljährlich zum Dienst verpflichtet wurden. |
1879
Großbrand bei Lommaschen in der Leipziger Straße (3 Feuerwehrleute erlitten erhebliche Verletzungen). Beim Großfeuer in der Webergasse wurden 7 Hausgrundstücke in Mitleidenschaft gezogen bzw. eingeäschert.
November 1881
Zur schnellen Alarmierung wurden zu den Wohnungen der Chargierten, Signalisten und Tamboure Feuerglocken eingebaut. Die Feuerwehr erhielt ebenfalls in diesem Jahr eine neue Ulmer Maschinenleiter.
1884
Wurde die gesamte Mannschaft in die Verbandslehre bzw. Erste Hilfe bei Unfällen eingewiesen. 15 Mann erhielten Unterricht im städtischen Krankenhaus Gera. Gleichzeitig wird auf dem Turnhallenplatz der Ludwig-Jahn-Straße ein neues Gerätehaus errichtet. Am 1. September erhielt die Feuerwehr eine weitere neue Maschinenleiter aus Ulm neuester Konstruktion.
5. Oktober 1884
Feiert die Feuerwehr Gera ihr 25jähriges Jubiläum (25jährige Stiftungsfeier).
1886
Die Samariterschule wurde von 12 Chargierten zur weiteren Ausbildung besucht. Neubeschafft wurden:  | 1 Sprungtuch und 120 Meter Schläuche |
Verkauft wurden wegen Unbrauchbarkeit:
 | 1 kleine Karrenspritze und 1 alter Zubringer |
Im November 1887 wurden weiterhin neu angeschafft:
 | 1 vierrädrige Saug- und Druckspritze und 60 Paar sächs. Normal-Schlauchgewinde |
1888
Hochwasser-Unwetter-Katastrophe in Untermhaus.
August 1889
Feuer in der Klotzmühle (ist als das bisher größte zu verzeichnen). 

1892
Durch eine Vereinbarung mit dem Samariterverein wird eine aus 6 Mann bestehende Samariterkolonne der Feuerwehr gebildet. Die gesamte Schutzmannschaft wurde im Hydrantenbetrieb ausgebildet. Diesbezüglich erhielten auch die drei Polizeiwachen in Gera volle Geräteausrüstungen. Im Auftrag des Stadtrates wurde durch das Kommando der Feuerwehr Gera erstmals eine Revision der Geraer Fabriken und Säle in Bezug auf ihre Feuersicherheit vorgenommen.
26. Januar 1897
Großfeuer in der Firma Louis Hirsch in der Schützenstraße (Geschwister-Scholl-Straße).
23. Dezember 1897
Großfeuer bei den Scheunen an der Laasener Straße (5 Scheunen brannten nieder)
Dezember 1897
Bericht über die städtische Feuerwehr und die bestehenden Löscheinrichtungen (lt. Kontrolle von 2. - 5. Dezember).  | Zur besseren Unterbringung der Feuerwehr- und Rettungsgeräte wurde der Geräteschuppen in der Ludwig-Jahn-Straße 1895 erweitert.
|  | 1897 wurde eine gemischte Kommission gebildet zur Neuorganisation des Feuerlöschwesens in der Stadt Gera. |
Oktober 1899
Im Auftrag des Kommandos wurde eine der Neuzeit und den Geraer Verhältnissen entsprechender Steigerturm mit Wasch- und Trockeneinrichtung für Schläuche auf dem Depotplatz der Ludwig-Jahn-Straße erbaut und im Oktober diesen Jahres in Benutzung genommen.
1900
Wurde ein königlicher Rauchschutzapparat mit Respirations- und Sprechvorrichtung beschafft. Die elektrische Alarmeinrichtung für den ersten und zweiten Bezirk in Gera wurde eingeführt. Ein Teil der Feuerwehr- und Rettungsgeräte wurde im ehemaligen Müllerschen Hause, Kornmarkt 13, in dem neuerrichteten Schuppen untergebracht. Die uniformierte Mannschaft bestand am Anfang des Jahres aus 108 Mann und am Ende aus 92 Mann. Ein Ersatz wird nicht stattfinden, da durch die Vermehrung der Alarmanschlüsse eine Verringerung der uniformierten Mannschaft bis auf 65 Mann möglich ist. 

1901
Wurde die Alarmeinrichtung für den dritten Bezirk weiter ausgebaut. Es erfolgte die Beschaffung von gummierten Schläuchen. Des weiteren erschien eine neue Feuer-Polizei-Ordnung am 9. Mai 1903 nebst Nachtrag.
30. Mai 1901
Großfeuer in der Lederfabrik von Gottlieb Plarre, Wiesestraße 26.
November 1901
Großbrand in der Zuckerfabrik von Steinert, Zschochernstraße 49.
1902
Die gesamte Wehr ist in vier Alarmbezirke nach Stadtvierteln eingeordnet worden. Da sich diese Alarmeinrichtung bewährte, konnte die Mannschaft auf 65 Mann durch Ratsbeschluss verringert werden. Die Chargierten erhielten je ein Verzeichnis sämtlicher Hydranten (Hydrantenbuch).Ein Fortschritt im Rettungsdienst wurde erreicht durch die Beschaffung eines Rutschtuches.
27. Juli 1904
Großbrand in der Druckerei Louis Hirsch
19. November 1904
An den Stadtrat zu Gera Die städtische Feuerwehr wurde um ihren Beitritt in den Reussischen Feuerwehr-Verband ersucht. Dem stimmte der Rat am 14. Januar 1905 zu. Die städtische Feuerwehr trat, zur Herstellung einheitlicher Bestrebungen im Feuerlöschwesen des Fürstentums, dem Reussischen Feuerwehr-Verband 1905 bei. Schlussfolgernd daraus:  | Den Fabriken wird zum Schutz gegen Feuergefahr aufgegeben, Hydranten in ihren Grundstücken zu errichten.
|  | Als großer Fortschritt ist hervorzuheben, dass das Kommando stets vor Erteilung der Bauerlaubnis zu größeren baulichen Anlagen gutachterlich über die Feuersicherheit gehört werden musste. |
1905
Brand im Palmengarten, Zschochernstraße.
1906
Großfeuer in der Lederfabrik von H. Schlesinger, Schützenstraße. Großfeuer im Thieschitzer Warenhaus, Brand im Warenhaus Hermann Tietz.
1907
Großfeuer in der Ueltzschen Fabrik, Kaiser-Wilhelm-Straße (Berliner Straße).
29. Juni - 1. Juli 1907
Der Reussische und Thüringer Feuerwehr-Verbandstag findet statt. Aus diesem Grund wird im Wollauktionslokal an der Heinrichsbrücke eine Ausstellung zum Thema Rettungswesen und Feuerlöschgeräte veranstaltet.
1908
Wurden die alten Gewindeverschraubungen an den Schläuchen durch die neuen "Giesberg"-Kupplungen ersetzt.
1909
Zweite Hochwasser- und Unwetterkatastrophe in Untermhaus.
7. Oktober 1909
Wurde das 50. Jubiläum der städtischen Feuerwehr begangen. An der Spitze der Wehr standen damals:  | Oberbürgermeister Weber die Stadtbaudirektoren Metzner und Meinhard |
An Feuerlöschgeräten waren damals vorhanden:
Im 1. Depot - Ludwig-Jahn-Straße (Alarmbereich II und Reservebereich) | 1 große Maschinenleiter 3 Hydrantenwagen 3 vierrädrige Spritzen 1 zweirädrige Abprotzspritze 1 Gerätewagen mit Hakenleitern 1 Wagen mit verschiedenen Anstelleitern und Rutschtuch 2 Schlauchwagen Eimerzubringer | Im 2. Depot - Rathaus (Alarmbereich I) | 1 Maschinenleiter 1 Hydrantenwagen mit Sprungtuch 1 Abprotzspritze 1 Rauchschutzapparat 1 Wagen mit Schub- und Anstellleitern | Im 3. Depot - In der Waldstraße (Alarmbereich III) | 1 Maschinenleiter 3 Hydrantenwagen 1 vierrädrige Spritze Rettungsschlauch 1 eiserner Zubringer | Im 4. Depot - Talstraße (Alarmbereich III) | 1 Hydrantenwagen 2 Anstellleitern | Im 5. Depot - Im Stadtteil Bieblach (Alarmbereich II) | 1 Spritze 2 Hydrantenwagen | Weiterhin waren vorhanden: | 5000 lfd. Meter Schlauch 2 Axetylith-Scheinwerfer Fackeln und Fackellampen in jedem Depot 413 öffentliche und 61 private Hydranten | Außerdem auf jeder Polizeiwache | 1 kleiner Hydrantenwagen Hydrantenaufsätze und Butterspritzen |
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 1910 bis 1928

10. Juni 1910
Bekanntmachung - Neue Feuerordnung für die Stadt Gera
1911
Großer Brand der Fournierschneidemühle in Untermhaus.
10. März 1911
Bekanntmachung des Stadtrates zur Bildung einer Pflichtfeuerwehr gemäß § 3 der Feuerordnung vom 10. Juni 1910. Alle männlichen Einwohner, die in diesem Jahr das 25. oder 26. Lebensjahr erreichten, wurden auf die Dauer von 2 Jahren zur Pflichtfeuerwehr aufgerufen.
4. November 1912
Kostenanschlag zur Herstellung einer Feueralarmanlage für den Stadtteil Debschwitz 1. Alarmanlage | = 1.358,00 MK | 2. Telefon-Anlage | = 156,20 MK | |
| | = 1.514,20 MK |
1913
Großer Brand der Porzellanfabrik in Untermhaus, Grieß.
12. Februar 1915
Brand in der St. Salvatorkirche.
1918
Organisation und Erweiterung der freiwilligen Feuerwehr der Stadt Gera im Deutschen Freistaat Reuss in Ost-Thüringen. Beachtlich bei der Neuorganisation ist der Mannschaftsbestand: Hauptwache | 1 Branddirektor, 3 Brandmeister, 3 stellv. Brandmeister, 21 Oberfeuerwehrmänner, 75 Mann (uniformierte Feuerwehrmänner) und 100 Mann Hilfsreservemannschaft | | | Lusan | 1 Ofm | 5 Mann Uniformierte | 8 Mann Reserve | Oberröppisch | 1 Ofm | 4 Mann Uniformierte | 20 Mann Reserve | Zwötzen | 1 Ofm | 10 Mann Uniformierte | 15 Mann Reserve | Pforten | 1 Ofm | 10 Mann Uniformierte | 8 Mann Reserve | Leumnitz | 1 Ofm | 5 Mann Uniformierte | 6 Mann Reserve | Tinz | 1 Ofm | 4 Mann Uniformierte | 6 Mann Reserve | Milbitz | 1 Ofm | 4 Mann Uniformierte | 6 Mann Reserve | Thieschitz | 1 Ofm | 4 Mann Uniformierte | 6 Mann Reserve | Rubitz | 1 Ofm | 4 Mann Uniformierte | 6 Mann Reserve | Untermhaus | 1 Brandmeister, 1 Ofm, 1 Stellvertreter, 15 Mann uniformiert und 20 Mann Reserve | | |
 | Bis zum Schluss des Geschäftsjahres unterstand die Feuerwehr der Stadt dem Oberbürgermeister. |
Ab 1919 dem Polizei-Dezernenten, Stadtrat Dr. Trautner
 | Die Mannschaftsstärke soll ab 1919 erhöht werden. Die Hauptfeuerwache soll folgende Stärke haben:
|  | 1 Branddirektor
|  | 4 Brandmeister
|  | 1 stellv. Brandmeister
|  | 31 Ofm.
|  | 145 uniformierte Feuerwehrmänner und
|  | 200 Mann Hilfsreserve |
Die städtische Feuerwehr Für die Ortsteile, welche keine Hochdruckwasserleitungen besitzen, werden zur Bedienung der Feuerspritzen Druckmannschaften benötigt. Nach der Feuerordnung gehören alle diejenigen männlichen Einwohner der Stadt, die in dem betreffenden Kalenderjahr das 25. oder 26. Lebensjahr erreichen, auf zwei Jahre der Pflichtfeuerwehr an. Reicht diese Anzahl der Mannschaften nicht aus, so sind sämtliche männlichen Einwohner bis zum 50. Lebensjahr zu einer Dienstleistung verpflichtet. In Frage kommen die Ortsteile: Oberröppisch, Alt-Pforten, Leumnitz, Thieschitz, Rubitz und Lusan mit je 25 Mann.
16. September 1920
Ratsbeschluss Nr. 23 X Neuaufstellung der Hydrantenbücher der Stadt Gera.An alle Einwohner der Stadt wurde in diesem Jahr ein Aufruf erlassen, freiwillig zum Kauf einer Motorspritze mit Zubehör im Wert von 248.000,00 M zu spenden. 1921 konnte diese Motorspritze von der Stadt gekauft werden. Sie wurde im Depot Ludwig-Jahn-Straße untergebracht.
18. April 1921
Ratsvorlage zur Herbeiführung der für Gera notwendigen Feuersicherheit. Die übrige Feuerwehrmannschaft der freiwilligen Feuerwehr muss zugleich mit deren Alarmierung reformiert werden. Hervorzuheben ist, dass man grundsätzlich bei dem System der freiwilligen Feuerwehr aus Sparsamkeitsgründen stehen bleiben muss, dass also eine Berufsfeuerwehr, wie sie gleichgroße Städte haben, zur Zeit nicht geschaffen werden kann und soll. In späteren, besseren Zeiten wird man auf dem geschilderten Weg mühelos unter Zugrundlegung dieser Vorlage fortschreiten können, da auch die Berufsfeuerwehr auf die tatkräftige Hilfe der freiwilligen Feuerwehr nicht verzichten kann.
8. Oktober 1921
Beschluss des Thüringer Feuerwehrverbandes (ThFV). Der Ausschuss empfiehlt, die Bildung eines Vortrupps, der mit Fahrrädern und Handfeuerlöschern ausgerüstet ist. 

4. September 1922
Übernahm die Hauptfeuerwache Ludwig-Jahn-Straße lt. Beschluss des Stadtrates Nr. 36 VI ein Krankenauto. Des weiteren wurde am 30. September lt. Beschluss Nr. 17 VI ein Telefonanschluß für die Feuerwehr bestätigt.
9. Januar 1923
Gab es die erste einheitliche Übungsordnung des Landes Thüringen und die Fachzeitung "Feuer und Wasser" sowie "Thüringer Feuerwehrzeitung".
1. April 1923
Die Hauptfeuerwache in der Ludwig-Jahn-Straße wurde mit zwei Kraftfahrern, einen Assistenten für den inneren Dienst und einem Beamten in der Feuerwehrgeschäftsstelle besetzt. Brandmeister Schneider wurde zum Branddirektor gewählt, welcher auch das Kommando in der Hauptfeuerwache übernahm. Die Hauptfeuerwache betreibt auch den Städtischen Krankentransport. Der 1. April 1923 kann als der Gründungstag der Berufsfeuerwehr Gera angenommen werden. Der Feuerwehr- und Rettungsgerätebestand der Städtischen Feuerwehr war:  | 1 große Motorspritze
|  | 15 vierrädrige Handdruckspritzen
|  | 1 zweirädrige Handdruckspritze
|  | 3 Abprotzspritzen
|  | 6 mechanische Ausziehleitern
|  | 14 Hydrantenwagen
|  | 2 Wagen für Anstellleitern
|  | 2 vierrädrige Gerätewagen
|  | 1 zweirädriger Gerätewagen
|  | 1 Städtisches Krankenauto |
Im Juli 1924 erhielt die städtische Feuerwehr ein weiteres Krankenauto für 15.650,00 RM sowie von der Stadtverwaltung im August einen Dixi-Pkw als Mannschaftstransportwagen. Im Oktober 1924 erhielt die städtische Feuerwehr eine weitere Motorspritze für 75.000,00 RM aus Jöhstadt. Im November 1925 wurde ein weiteres Krankenauto und 2 Pkws für Dienstfahrten vom Rat übergeben. Im April 1926 übernahm sie einen Pullmotor vom Samariterverein.
1. April 1923 bis 31. Juni 1934
Leiter der Berufsfeuerwehr Gera Branddirektor Schneider.
11. / 12. April 1923
Fand der 55. Abgeordnetentag in Gera-Reuss, verbunden mit einer Ausstellung in den beiden Turnhallen der Ludwig-Jahn-Straße, statt. Die Ausstellung wurde durch den Dezernenten des Geraer Feuerlöschwesens, Herrn Dr. Trautner, eröffnet. Die Hauptfeuerwache der städtische Feuerwehr erhielt das Recht, Revisionen der Feuerlöscheinrichtungen in Betrieben und öffentlichen Gebäuden vorzunehmen.
26. Februar 1924
In der Öffentlichen Sitzung des Stadtrates wurde der Ratsbeschluss gefasst:  | Abschluss der Eingemeindungsverträge mit den eingemeindeten Vororten von Scheubengrobsdorf, Frankenthal, Töppeln, Windischenbernsdorf und Laasen zur Stadt Gera. |
1926
Dritte Hochwasser- und Umweltkatastrophe in Untermhaus.
November 1926
Wurde mit der Erstellung einer automatischen Straßenmeldeanlage begonnen; und zwar wurden 1926 die südlichen Stadtteile (Debschwitz, Lusan, Zwötzen und Pforten) und 1927 die westlichen Stadtteile (Heinrichsgrün, Töppeln, Windischenbernsdorf, Scheubengrobsdorf, Frankenthal und Ernsee) durch je eine Rundschleife an die Straßenmeldeanlage angeschlossen. Gleichzeitig wurde die Feuerwehrzentrale vom Rathaus nach der Hauptfeuerwache Ludwig-Jahn-Straße verlegt. 

Frühjahr 1927
Anlässlich der Bestellung einer Autodrehleiter wurde eine neue Fahrzeughalle im Anschluß an die bereits vorhandene mit einem Kostenaufwand von rund 12.500,00 RM errichtet. Die Ausfahrt der alten Halle wurde mit einem automatischen Torverschluss versehen. Weiterhin wurden ein fahrbarer Schaumgenerator für 37.000,00 RM und ein Gerätewagen bestellt. Von der Stadtverwaltung wurde ein weiterer Pkw als Mannschaftstransportwagen übernommen und das alte Krankenauto wurde an die Polizei als Gefangenentransportwagen übergeben. Als Neuzugang wurde im Oktober des Jahres eine neue Pkw-Limousine für 11.500,00 RM aus Chemnitz erworben.
1928
Neben der Städtischen Feuerwehr bestehen in der Stadt Gera noch zwei Betriebsfeuerwehren und zwar  | die 28-Mann starke Fabrikfeuerwehr der Färberei- und Apparaturenanstalt Louis Hirsch AG
|  | die 6-Mann starke Betriebsfeuerwehr der Kraftverkehr- und Straßenbahn AG Gera |
Laut Verwaltungsbericht, Teil 6-Feuerwehr der Stadt Gera, wird eingeschätzt:
 | außer der freiwilligen Feuerwehr besteht eine Berufsfeuerwehr und zwar sind an ständigem Personal |
Laut Verwaltungsbericht der Stadt Gera hatte die Stadt eine Wohnbevölkerung mit Stand 16. Juni 1928 von:
 | 81402 Bewohnern (davon 80673 Ortanwesende). |
6. Februar 1931
Brand im Optikergeschäft Herrfurth, Johannisstraße
2. September 1931
Brand im Rockmannschen Haus, Leipziger Straße Nr. 6
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 1933 bis 1945 - Die Zeit des Dritten Reiches

1933
Begann das Jahr mit seinen negativen Auswirkungen auf die freiwilligen Feuerwehren und die Verbandsarbeit.
15. März 1933
Ergänzungen zur Abänderung (Verfügung vom 28. Dezember 1932) der in Kraft getretenen Geschäftsverteilung, ordne ich mit Wirkung vom 15. März 1933 an: "Zu Dezernat II Ich führe das Dezernat II mit Ausnahme vom Polizeiamt und Stadtausschuß, wofür Herr Beigeordneter Stadtrat Dr. Trautner verantwortlich, selbständig tätig ist. Dr. Jahn Der Beauftragte des Thüringer Ministerium des Innern für die Stadt Gera" Mitte Juni wird ein neuentworfenes Feuerlöschgesetz für Thüringen verabschiedet.
4. Dezember 1933
In der Knallerbsenfabrik von P. Werner in Debschwitz bricht ein Feuer aus.
1. August 1934 bis 30. September 1938
Leiter der Berufsfeuerwehr Gera Branddirektor Renner.
12. Januar 1934
Wurde in Preußen der Begriff Feuerlöschpolizei eingeführt, die dem neuen Reichsministerium des Inneren (RMdI) unterstand.
1936
Das Jahr 1936 brachte die ersten Anfänge zur reichseinheitlichen Gestaltung des Feuerlöschwesens. Dagegen erschien eine große Anzahl Verfügungen, die die Neugliederung, Bekleidung und die Ausrüstung der Feuerwehren betrafen. Die Feuerwehren wurden den Ordnungspolizeiverwaltungen unterstellt.
17. Juli 1936
Beschluss des Ausschusses des ThFV Auflösung des Deutschen Feuerwehr-Verbandes zum 31. März 1937.
23. Juli 1936
Im Kulissenhaus des Reussischen Theaters bricht ein Brand aus.
1. Oktober 1938 bis April 1945
Leiter der Berufsfeuerwehr Gera Kreiswehrführer Dipl. Ing. Stadtbaurat Stengel.
23. November 1938
Erschien das Gesetz über das Feuerlöschwesen. In diesem wird festgelegt:  | Feuerwehren sind:
|  | jede Gemeinde, in der keine Feuerschutzpolizei besteht, hat eine leistungsfähige und den örtlichen Verhältnissen entsprechend ausgerüstete Freiwilligen- oder Pflichtfeuerwehr aufzustellen.
|  | mit dem Gesetz Nr. 37 von 1939 wurden Kreisführer der Freiwilligen Feuerwehr eingeführt. |
Für die Freiwilligen wurde zur einheitlichen, selbständigen Regelung von Fragen, die den inneren technischen Dienst und den Geschäftsbereich betreffen, das Amt für Freiwillige Feuerwehren, eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, mit dem Sitz in Berlin gegründet.
4. Mai 1939
Die durch spielende Kinder in Brand geratene Leumnitzer Rittergutsscheune brennt völlig aus.
5. Januar 1940
Personalamt
Verfügung vom 5. Januar 1940,
Dienstzeit der Feuerwehr
1. Das Feuerlöschpersonal hat einen 48 Stunden-Dienst zuzüglich eines Bereitschaftsdienstes zu leisten.
2. Das Sanitätspersonal auf 48-Stunden-Schicht und 36 Stunden Bereitschaftsdienst.
27. Januar 1940
Bei dem Großbrand in der Schützenstraße 4 wird die Holzbeleuchtungskörperfabrik Lummer völlig, sowie das Archiv einer Berliner Firma, zu großen Teilen zerstört.
20. / 21. Mai 1941
Elsterhochwasser mit Überschwemmungen in Gera Untermhaus.
1942
Durch eine Verfügung vom 24. August 1942 wurde angewiesen:  | Nach Anordnung über die Mindestarbeitszeit für den öffentlichen Dienst während des Kriegs (für die Feuerwehr = wöchentlich 56 Stunden) |
1943
Im Laufe des Krieges wurden Jugendliche aus den Reihen der Hitlerjugend zum Feuerlöschdienst verpflichtet. Um einen überörtlichen Einsatz der Feuerwehr zum Schutze der Städte zu erleichtern, wurden Freiwillige Feuerwehren zu
"Feuerwehr-Bereitschaft"
zusammengefasst. Etwas ganz Neues war:  | die Aufstellung der "Feuerlöschpolizei-Regimenter" |
Diese Regimenter stellten überörtliche, schnell beweglichen Kräfte dar, die an jeder Einsatzstelle im Lande eingesetzt werden konnten.
20. Januar 1943
Reichsblatt Nr. 17, Teil I 1943Erlass des Führers über die Vereinheitlichung des Krankentransportes vom 30. November 1942.Für den Bereich des zivilen Gesundheitswesens wird der Krankentransport einheitlich dem Roten Kreuz übertragen. Personalamt vom 19. März 1943 Die von der Feuerwehr bisher bedienten Krankenkraftwagen werden ab dem 1. April 1943 vom Roten Kreuz, Kreisstelle Gera-Stadt übernommen.
12. Mai 1944
Beim Luftangriff auf Gera wurden die Bahnanlagen von Zwötzen bis zur Neuen Straße schwer beschädigt, 85 Personen wurden dabei getötet.
28. Mai 1944
Am 1. Pfingstfeiertag entstanden bei einem Luftangriff schwere Schäden in der Plauenschen und in der Pfortener Straße.
13. September 1944
Bei einem weiteren Luftangriff wurden der Stadtteil Tinz und das Ostviertel in Mitleidenschaft gezogen sowie das Hospital, das südliche Treppenhaus der Bergschule und die Maschinenfabrik Friedrich Erdmann getroffen. 44 Personen wurden getötet.
7. Oktober 1944
Bei Bombenangriffen entstanden schwere Schäden im Südbahnhofsviertel, in der Enzianstraße, in der Schmelzhüttenstraße, in der Heinrichstraße und am Roßplatz. 62 Personen wurden dabei getötet.
30. November 1944
Bei einem Luftangriff wurden erneut das Südbahnhofsviertel, die Werkzeug- und Maschinenfabrik Robert Todt, die Weißflog-Metall AG sowie die Bahnanlagen von Zwötzen bis zum Hauptbahnhof, das Reussische Theater und die Waldungen in Ernsee, der Weinberg und die Milbitzer Flur getroffen. 12 Personen wurden getötet.
6. Februar 1945
Dieser Luftangriff richtete hauptsächlich im Stadtteil Tinz große Schäden an. 85 Personen fanden den Tod.
23. Februar 1945
Ein Luftangriff verursachte große Schäden beiderseits des Bahnkörpers von Zwötzen bis zu den Hofwiesen (Zwötzener Spinnerei, Maschinenfabriken Walter Wetzel, Gebr. Jacob Lechla & Mehlhorn, Hescho, das Sommerbad wurde völlig zerstört). 36 Personen fanden den Tod.
6. April 1945
Schwerster Luftangriff auf Gera. In 7 Wellen abgeworfene Spreng- und Brandbomben richteten schwere Zerstörungen im Altstadtkern, am Hauptbahnhof, in Untermhaus und Pforten an. 142 Personen wurden getötet. Getroffen wurden 300 Wohnhäuser, 54 Gewerbebetriebe, 21 öffentliche Gebäude u.a. Schloss Osterstein, etwa 20 Versorgungsbetriebe und 1000 Wohnungen wurden zerstört.
1. Juli 1945
Am Nachmittag um 17.15 Uhr wurde durch die Explosion eines mit Seeminen beladenen Güterzuges das Gaswerk zerstört.
Mai 1945 bis 31 Dezember 1949
Leiter der Berufsfeuerwehr Gera Inspektor Kapsch.
8. Oktober 1945
Wurde Thüringen nach der Zerschlagung des Hitlerfaschismus Sowjetische Besatzungszone (SBZ). 1945 standen die Feuerwehren vor dem Nichts. Die Feuerwehren wurden zwar teilweise den Kommunen wieder übergeben, blieben aber weiterhin unter Polizeikontrolle.
In der Rundverfügung Nr. 4/45 des Vizepräsidenten des Landes Thüringen war die Bildung eines Referats für Feuerlöschwesens bei der Landespolizeistelle vorzunehmen.
Mit dem militärischen Zusammenbruch schien auch das Ende der Freiwilligen Feuerwehr gekommen zu sein.
Die Feuerwehren bildeten sich trotz aller Nachkriegsprobleme neu.
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 1945 bis 1989 - Die Feuerwehr im Sozialismus

16. Oktober 1945
Gab es im Stadt- und Landkreis Gera insgesamt 202 Freiwillige Feuerwehren. Die Gesamtstärke betrug 4576 Mann. An Technik war vorhanden:  | 101 Kraftspritzen mit 17 Mannschaftswagen (teilweise umgebaute Pkw)
|  | 8 mechanische Leitern |
Wehren, die keine Zugfahrzeuge besaßen, transportierten die Kraftspritzen mittels Handzug bzw. Pferdegespannen.
Entsprechend einer Information der Brandschutzinspektion des Landes, Brandschutzamt Erfurt vom 3. März 1948 an die Kreisräte wurde eingeschätzt, dass es
 | 12 Berufsfeuerwehren mit 276 Mann
|  | 2 ständige Wachen mit 24 Mann
|  | 2356 Freiwillige Feuerwehren mit 36500 Mann und
|  | 189 Werksfeuerwehren mit 3411 Mann gab. |
In der Zeit von 1945-1949 lag die Leitung der Freiwilligen Feuerwehren vorwiegend in der Hand von Großbauern und Handwerkern. Nicht in jeder Gemeinde gab es eine Freiwillige Feuerwehr.
Bis Oktober 1946 war die Abteilung III K5 des Landratsamtes für Kommunalwesen für die Feuerwehre zuständig.
 | Referat Feuerlöschwesen
|  | Sitz in Erfurt |
9. Oktober 1946
In der ersten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung wurde vorgeschlagen, einen "Bau- und Feuerwehrausschuss" zu bilden. In der zweiten öffentlichen Sitzung am 16. Oktober 1946 wurden die Mitglieder für den Ausschuss vorgelegt und bestätigt.
5. November 1947
Wurde das Gesetz über Feuerlöschwesen- und Katastrophenschutz erlassen (Inkrafttreten 5. November 1947).  | Jede Gemeinde hat zur Bekämpfung von Feuer- und Katastrophengefahr eine leistungsfähige und ausreichende, sowie den örtlichen Verhältnissen entsprechend ausgerüstete, Feuerwehr zu errichten.
|  | Feuerwehren sind: a) Berufsfeuerwehren b)Freiwillige Feuerwehren c) Werksfeuerwehren Andere sind nicht gestattet.
|  | Die Stadtkreise haben eine Brandschutzwache (Berufsfeuerwehr) zu errichten und zu erhalten.
|  | Am 9. Mai 1949 wurde die Vereinheitlichung der Dienstgradabzeichen der Feuerwehren in der Sowjetischen Besatzungszone in einer Rundverfügung Nr. 11/49 (A) angewiesen. |
1. Oktober 1948
Wurde das Land Thüringen in elf Feuerwehrbereiche eingeteilt. Jeder Bereich hatte eine leistungsfähige Berufsfeuerwehr zur Grundlage und eine Schlauchwäscherei. Die Aufgaben der Feuerwehr waren: a) Bekämpfung von Schadensfeuern b) Vorbeugender Brandschutz c) Katastrophenschutz Am 19. Oktober 1948 wurde ein neues Feuerlöschgesetz für Thüringen erlassen. Dieses war die Vorstufe für einheitliche Regelungen in der gesamten Sowjetischen Besatzungszone. Am 17. Juni 1949 wurde ein vorläufiges Statut für die Feuerwehren der Sowjetischen Besatzungszone Deutschland erlassen, in welchem die Aufgaben bestimmt wurden.
1949
Übernahm die Abteilung Feuerwehr in der Deutschen Verwaltung des Inneren die gesamte materielle und finanzielle Versorgung sowie Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr. Die Organisation und Aufgaben wurden 1949 in einer Richtlinie der Deutschen Verwaltung des Inneren für den Brandschutz präzisiert. Es erfolgte der Aufbau von sogenannten
"Kreislöschbereitschaften".
Der Ausrückebereich umfasste den ganzen Kreis.
15. Mai 1949
Die Stadtbrandschutzämter werden mit Wirkung vom 15. Mai 1949 mit den Kreisbrandschutzämtern zusammengelegt. Die neue Bezeichnung hieß:
"Kreisbrandschutzamt"
Zur gleichen Zeit wurden 7 Feuerwehrbezirkskommandos gebildet
Gera = Bezirkskommando III
Die Kommandos unterstanden ebenfalls den Kreisbrandschutzämtern. Laut Verordnung des Landesbrandschutzamtes wurde mit der Bildung von Betriebsfeuerwehren begonnen, welche von den Betrieben zu unterhalten sind. Am 18. Januar 1950 erschien ein neues Gesetz zum Schutz vor Brandgefahren. Hier wurde festgelegt, dass in allen Städten und Gemeinden örtliche Freiwillige Feuerwehren bestehen müssen. Die Verantwortlichkeit und die materielle Sicherstellung wurden dem Vorsitzenden der örtlichen Räte übertragen. Die Festlegung der Regierung der DDR, die Brandschutzorgane zentral durch das MdI zu leiten, wurde mit Wirkung vom 1. Januar 1950 in der Hauptverwaltung der Deutschen Volkspolizei umgesetzt.
1. April 1950
Erfolgte die Übernahme des Brandschutzwesens durch die Volkspolizei. In diesem Zusammenhang erfolgte die Bildung der Abteilung Feuerwehr in den Landesbrandschutzämtern auf der Grundlage des Befehls 23/50 der Hauptverwaltung der Volkspolizei. Zur gleichen Zeit erfolgte die Bildung der Abteilung Feuerwehr in den Volkspolizeikreisämtern.
"Abteilung Feuerwehr VPKA Gera"
Die Abteilung Feuerwehr Gera musste dann im VPKA Feuerwehr, Amthorstraße, ihren Sitz einnehmen. Das Kommando Feuerwehr verblieb in der Ludwig-Jahn-Straße. 

1. September 1952 bis 1. Oktober 1970
Leiter der Berufsfeuerwehr Gera Hauptmann der Feuerwehr Günter Klotz.
1952
Ereignete sich auf der Fahrt zu einem Brand im Minoltanklager Gera-Zwötzen im Bereich des Bahnüberganges Pforten/Zwötzen ein Unfall mit der LF25 Mercedes vom Kommando Feuerwehr Gera. Durch diesen Unfall wurde die gesamte rechte Seite des Löschfahrzeuges beschädigt und der Kamerad Kurt Meinhard erlitt erhebliche Verletzungen. In dem Kdo-Feuerwehr existierte an Nachrichtentechnik ein Klappschrank mit 20 Nebenstellenanschlüssen und einer Postleitung. Weiterhin waren zur Alarmierung vorhanden: 1 Feuermeldeschleife TN (Technik/ Normal) und 3 Schleifen für Alarmglocken Der Notruf der Feuerwehr war unter Tel.-Nr. 222 22 Gera zu erreichen. 1952 wurde auch die Bildung der 14 Bezirke in der DDR vorgenommen. Unter dieser Struktur organisierte sich auch der Brandschutz. Es bildeten sich die Abteilungen der Feuerwehr der Bezirksbehörden der deutschen Volkspolizei (Abteilung BdVO Gera). Im Einzelnen gab es:  | Die Berufsfeuerwehr = Organ Feuerwehr in den Reihen der Volkspolizei, nachgeordnet dem Minister des Inneren und Chef der DVP
|  | Die Freiwillige Feuerwehr = Ehrenamtliches Organ der örtlichen Räte der Städte und Gemeinden bzw. der Betriebsleiter bei betrieblichen Freiwilligen Feuerwehren. |
Im September/ Oktober 1952 wurden auf Befehl vom Kommando Feuerwehr Gera 16 Mann zur kasernierten Volkspolizei zu einem 3jährigen Ehrendienst versetzt.
1954
Hochwasser in Gera und Wünschendorf. Wurde der Klappschrank der Zentrale im Kdo-FW durch eine neue Telefonanlage 315 KWN (3 Hauptanschlüsse und 15 Nebenstellen) ausgetauscht. Diese Anlage wurde bis zum Umzug des Kdo-FW Gera 1974 in die Berliner Straße genutzt. Die Schleifen- und Feuermeldeanlage der Stadt Gera wurde liquidiert und es wurde mit dem Aufbau einer neuen Fernmeldeanlage für Gera begonnen. In diesem Jahr war auch der Beginn der einheitlichen Ausrüstung aller Feuerwehren mit neuentwickelter, typisierter bzw. standardisierter Löschtechnik sowie Löschfahrzeugen.
1956
Von 1956-1961 begann auch die Etappe einer zielstrebigen Stabilisierung der örtlichen Freiwilligen Feuerwehren. Mit dem Erlass des Brandschutzgesetzes vom 18. Januar 1956 wurden die Freiwilligen Feuerwehren den örtlichen Räten wieder unterstellt. Für das Kdo-Feuerwehr wurde ein Lkw Mercedes als Tanklöschfahrzeug umgebaut und in Dienst gestellt.
1958
Wurde die Nachrichtenwerkstatt im Kdo-Feuerwehr Ludwig-Jahn-Straße aufgelöst und entsprechend den neuen Erfordernissen in der Bauvereinstraße eingerichtet. Das damalige, nicht mehr genutzte Gerätehaus der ehemaligen Freiwilligen Feuerwehr Gera-Leumnitz wurde als Materiallager Nachrichten der Feuerwehr der Stadt Gera eingerichtet.
14. Januar 1959
Tritt die Verordnung über die Statuten der Freiwilligen Feuerwehr, der örtlichen und betrieblichen Brandschutzorgane in Kraft. Weiterhin tritt 1960 die Brandschutzordnung (BAO) Nr. 4 in Kraft.
September 1959
Im Kdo-FW Gera wurde eine Tauchgruppe (Stärke 6 Mann) gebildet und ausgebildet. 

Ab 1971 wurde sie für die 3 Thüringer Bezirke Gera, Erfurt und Suhl eingesetzt. Anlässlich des 20jährigen Bestehens der Tauchergruppe und in Erfüllung ihrer Aufgaben, erhielten sie die Auszeichnung
"Medaille für Verdienste im Brandschutz"
Ihre Ausbildung und Qualifizierung erfolgte auf der Grundlage der Ordnung 29/79 des Ministers des Inneren und Chefs der DVP. Die Schwerpunkte wurden gerichtet auf:  | Rettungs- und Bergungsarbeiten bei Unfällen und Katastrophen
|  | Erkundungen oder Beseitigungen von Störungen an lebensnotwendigen Anlagen unter Wasser
|  | Bergungs-, Erkundungs- und Suchaktionen im Interesse von Sicherheitsorganen der DDR |
Zu ihrem 25jährigen Taucherjubiläum vom 30.08.-02.09.1984 wurde durch die Tauchergruppe ihre gesamte Entwicklung einschließlich der Taucherausrüstungen und Techniken vorgeführt. 1994 kann die Tauchgruppe ihr 35jähriges Jubiläum begehen.
1960
Großbrand in der Kammgarnspinnerei, Straße der Aktivisten. Erhielt die Nachrichtenwerkstatt des Kdo-Feuerwehr einen neuen Bauwagen S 4000 mit Sattelauflieger. Durch die Nachrichtenmechaniker des Kommandos Feuerwehr erfolgte ebenfalls die Wartung aller Sirenen im Kreisgebiet (in der Stadt Gera war es verboten, mit Sirenen Feueralarm auszulösen). Die Sirenen im Kreisgebiet für Feueralarm wurden mit Sirenenauslösern in den Notrufstellen bzw. Auslösestellen ausgerüstet. Diese Arbeiten wurden auch im Bezirksmaßstab durch die Nachrichtenmechaniker der Feuerwehr mit durchgeführt. Stand der Technik im Kommando Feuerwehr Gera:  | TLF 15 G5
|  | SW 14 S4000
|  | LF 16 S4000
|  | DL27 Mercedes
|  | 4 Motorräder AWO
|  | 2 Wartburg Kübel
|  | Geländewagen GAS
|  | RTGW S4000
|  | GW 60 S4000
|  | ADK 5 H6 |
1961
Seit diesem Zeitraum wurden die örtlichen und betrieblichen Freiwilligen Feuerwehren ständig weiter stabilisiert und ausgebaut.
6. September 1960
Bei einem Großfeuer in der Möbeltischlerei Walter Knoll kommt der Tischler ums Leben, die Tischlerei brennt völlig nieder.
2. Januar 1962
Bei einem Brand im Kesselhaus der Teppichfabrik in der Friedericistraße, der durch eine Kohlenstaubexplosion ausgelöst wurde, erleiden drei Feuerwehrmänner Brandverletzungen.
16. April 1963
Bei einem Brand im Großen Haus des Theaters brennt ein Teil des Bühnenhauses nieder.
1965
Taucherausrüstung des Kommandos Feuerwehr:  | Pinguin Trockenanzüge mit selbstgebauten Kopfhauben und Gewichtsgürteln
|  | im Zeitraum 1965 bis 1970 wurden neue Konstantvolumenanzüge für die Taucher beschafft
|  | zusätzlich wurde eine Pressluftfüllpumpe (Handbetrieb) mit 4 Pressluftmutterflaschen 40 Liter beschafft, damit die Druckluftflaschen selbst gefüllt werden konnten. |


Wurde das Kommando Feuerwehr personell verstärkt und es machte sich zur Unterbringung der Mannschaften der Neubau der Baracke in der Ludwig-Jahn-Straße erforderlich.


1. Oktober 1970 bis 31. Mai 1986
Leiter der Berufsfeuerwehr Gera Major der Feuerwehr Günter Thiemer.
1972
Wurde das gesamte Kabelnetz der Fernmelde- und Alarmzentrale der Feuerwehr Gera (Feuermelde-Großstadtanlage) an die Deutsche Post übergeben.
1974
Konnte das Kdo-FW von der Ludwig-Jahn-Straße in das neue und zu diesem Zeitpunkt modernste Kommando in der Berliner Straße umziehen. Diesbezüglich wurden auch die Nachrichtenräume in der Bauvereinstraße und das Materiallager in Leumnitz aufgegeben. Das Kdo-FW in der Berliner Straße wurde mit der zu diesem Zeitpunkt modernsten Feuermeldeanlage (MSN 7/70) errichtet. Diese Anlage hatte: 7 Hauptanschlüsse und 70 Nebenanschlüsse Mit dieser Anlage konnte das gesamte Haus 2 der Volkspolizei in der Berliner Straße mitversorgt werden. Weiterhin wurde das neue Notrufsystem 69, durch RFT-Anlagen, in die neue Feuerwache eingebaut. 

19. Dezember 1974
Wurde ein neues Gesetz über den Brandschutz in der DDR - Brandschutzgesetz - erlassen. Hier wurden im Paragraph 16 die Befugnisse des Organs und der Freiwilligen Feuerwehren herausgearbeitet, wie z.B.  | Betriebe und Einrichtungen zu kontrollieren,
|  | Auskunft und Informationen einzuholen,
|  | Empfehlungen zu erteilen,
|  | Forderungen zu stellen und Auflagen zu erteilen und
|  | Angehörige der Feuerwehren zur Unterstützung des Organs Feuerwehr einzusetzen. |
Im Stadt- und Landkreis Gera bestehen zu diesem Zeitpunkt:
 | 68 örtliche Freiwillige Feuerwehren mit 2914 Angehörigen und an Technik war vorhanden: |
1976
Wurden die drei Planstellen der Nachrichtenmechaniker im Kdo-FW gestrichen. Die Planstellen wurden zu dem VPKA Gera-Nachrichten umgesetzt. Die drei Mechaniker der Feuerwehr wurden vom Bereich Nachrichten des VPKA mit übernommen.
20. Mai 1977
Durch, mit einer Kerze, spielende Kinder gerät eine Scheune in Alt-Lusan, die von VEB Gerana-Kosmetik als Lager genutzt wird, in Brand und brennt komplett aus.
7. November 1978
Großbrand im SGB Möbel, Kulturwaren und Sportartikel, Leibnitzstraße 49.
1980
Gab es im Landkreis Gera die örtliche Auslösung von Sirenen durch fünf Notrufstellen.
1. Weida - im Gruppenposten der VP Weida
2. Niederpöllnitz - im Mischfutterwerk Niederpöllnitz
3. Ronneburg - im BS-Amt Wismut Ronneburg
4. Bad Köstritz - im Chemiewerk Heinrichshall
5. Kraftsdorf - in der Thüringer Fleisch- und Wurstwarenverarbeitung
Kraftsdorf Dazu kam 1980 die Notrufstelle
6. Seelingstädt - BS-Amt Wismut Seelingstädt
1981
Hochwasser in Gera (Schwerpunkt Westvororte). Ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr Scheubengrobsdorf kam dabei ums Leben. Auf der Grundlage der Verordnung über den Katastrophenschutz vom 15. Mai 1981 wurden auch im Kreis Gera Brandschutzeinheiten (BSE) mit Freiwilligen Feuerwehreinheiten gebildet. Über den operativen Einsatz von den BSE entscheidet:  | Der Chef der BdVP für die Brandschutzabteilung
|  | Der Leiter VPKA für die selbständigen Brandschutzzüge
|  | in den BSZ sind = 9 Freiwillige Feuerwehren und in den TZ sind = 10 Freiwillige Feuerwehren aus dem Stadt- und Landkreis integriert |
Für die Brandschutzabteilung wurden ebenfalls aus dem Stadt- und Landkreis Gera sechs Freiwillige Feuerwehren eingesetzt.
6. Juli 1981
Erschien die Anordnung (AO) über die Errichtung der personellen Stärken und materiellen Ausrüstungen der örtlichen und betrieblichen Freiwilligen Feuerwehren.
27. Oktober 1982
Großbrand in Liebschwitz, Produktionsstätte 12 der Thüringer Teppichwerke, Zoitzstraße 3.
17. Dezember 1982
Bildung des Jugendkollektivs der Tauchergruppe. 

1. Juli 1983
Auszeichnung des Taucherkollektivs mit der
Verdienstmedaille des MdI in Silber.
21. Juli 1983
Begann die Offiziersausbildung von Angehörigen der örtlichen und betrieblichen Freiwilligen Feuerwehren des Stadt- und Landkreises Gera im organisierten Selbststudium in der Abteilung Feuerwehr Gera.
26. August 1983
Erschien die Direktive 33/83 des MdI und Chef der DVP über die einheitliche Dienstdurchführung in den Freiwilligen Feuerwehren und die Dienstvorschrift 55/83 des MdI und Chef der DVP über die Durchführung der Aufgaben im Brandschutz.
1984
Konnte die Feuerwehr Gera ihr 125jähriges Bestehen feiern.
31. Januar 1984
Großbrand in den Thüringer Teppichwerken, Produktionsstätte 1 in Münchenbersdorf.
20. bis 24. Juni 1984
Brandschutztechnische Absicherung der Großveranstaltungen und Festspielobjekte anlässlich der XX. Arbeiterfestspiele der DDR in Gera.
1986
Im Kdo-Feuerwehr Gera und Jena wurden Feuerwehrleute im speziellen Rettungsdienst (SRD) ausgebildet. Dieser wurde jedoch nach der Wende aufgelöst. 

Einführung der Alarmierung mit Sirenen für die FF Langenberg, Liebschwitz, Zeulsdorf und Frankenthal vom Kommando.
15. Mai 1986
Auszeichnung des Jugendkollektivs der Tauchergruppe der Feuerwehr Gera mit der
Verdienstmedaille des MdI in Gold
1. Juni 1986 bis 30. April 1990
Leiter der Berufsfeuerwehr Gera Major der Feuerwehr Ludwig Geiger.
27. August 1986
Erschien die Dienstvorschrift Nr. 84/86 des MdI und Chef der DVP über den Dienst in den Kommandos der Feuerwehr.
1987
gab es einen Stand der örtlichen und betrieblichen Freiwilligen Feuerwehren von:
1. Örtliche Freiwillige Feuerwehren
Gera-Stadt = 5 FW mit 9 Kdo-Stellen Gera-Land = 57 FW mit 57 Kdo-Stellen mit insgesamt 2897 Mann davon mit Löschfahrzeugen Gera-Stadt = 5 FW mit 9 Kdo-Stellen und 360 Mann Gera-Land = 20 FW mit 30 Kdo-Stellen und 1190 Mann davon mit TSA-TS 8 Gera-Stadt = 0 FW Gera-Land = 43 FW mit 27 Kdo-Stellen und 1347 Mann Die Frauenanteile in den örtlichen und betrieblichen Freiwilligen Feuerwehren betrugen 20%.
2. Betriebliche FW mit LF
Gera-Stadt = 10 FW Gera-Land = 8 FW In der Stadt Gera gab es die örtlichen Freiwilligen Feuerwehren:Gera-Zentrum (Mitte)Gera-Frankenthal (West)Gera-Langenberg (Nord)Gera-Liebschwitz (Süd)Gera-Lusan
7. bis 8. Mai 1987
Brandschutztechnische Absicherung des 7. Jugendfestivals der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft. Zu diesem Zweck wurde zeitweilig eine Außenwache des Kommandos Gera in Lusan errichtet.
15. Juli 1987
Erhielt die Abteilung Feuerwehr Gera vom Org.-Komitee (Rat der Stadt Gera - 750-Jahr-Feier) die Aufgabe gestellt, für den Festumzug ein Bild "Feuerwehr in Gera" zu gestalten. 

Die Berufungsurkunde wurde am 15. Juli 1987 dem Leiter der Feuerwehr übergeben. Der Umzug der 750-Jahr-Feier der Stadt Gera fand am 7. Oktober statt.


7. Oktober 1987
Teilnahme der Feuerwehr am Festumzug anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Gera, als Bild "Feuerwehr in Gera".
22. August 1988
Großbrand im Minol-Tanklager Ostbahnhof.
1989
Erfolgte die Unterstellung der Berufsfeuerwehr durch das neu gebildete Thüringen Innenministerium. Durch ein Hobby des Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gera (Mitte), Lothar Langheinrich und seinem Sohn, welche Handfeuerlöscher sammelten, wurde ein Traditionskabinett der Feuerwehr Gera am Kirchberg Nr. 2 eingerichtet. 

29. Juli 1989
Großbrand in der Härtnerei des Großdrehmaschinenbau "8. Mai", Thälmannstraße 3.
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 1990 bis Gegenwart - Die Umgestaltung nach der Wiedervereinigung

1990
Im Frühsommer 1990 wurde das Personal der Berufsfeuerwehr erhöht auf 125 Einsatzmitarbeiter, bedingt durch die Verkürzung der Arbeitszeit von 74 auf 56 Stunden. In diesem Zeitraum wurden 10 langjährige Angehörige der Berufsfeuerwehr in den Ruhestand versetzt.
Mai 1990
Wurde in Gera die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren Thüringen als erste in den neuen Bundesländern gegründet. Seit der Wiedergründung des ThFV am 24.11.1990 gehörte der Leiter der Feuerwehr Gera als Mitglied dem Verband an. Seit 1992 ist er stellv. Vorsitzender des Vorstandes der AGBF.
10. Juli 1990
Grundlinie der Entwicklung der Feuerwehren der DDR vom Ministerium des Inneren Unterabteilung Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz (Berlin 10.07.1990).
1. Oktober 1990
Beschluss der Beigeordnetenversammlung zur Bildung des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz und Rückführung der Berufsfeuerwehr in Kommunale Hoheit. - Mit der Wirkung vom 3. Oktober 1990 wurde im Dezernat Recht und Ordnung das Amt für Brand- und Katastrophenschutz gebildet.
- Als Amtsleiter und Leiter der Berufsfeuerwehr wurde Herr Brandrat Ludwig Geiger berufen.
24. November 1990
Es erfolgt die Wiedergründung des Thüringer Feuerwehrverbandes.
1991
Neuzuführung eines Gerätewagen-Gefahrgut (GWG2) sowie eines Vorausrüstwagens (VRW).
Januar 1991
Erste Sitzung des Arbeitskreises-Grundsatzfragen der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der BF in den neuen Bundesländern fand in Gera statt.
1. Januar 1991
Auflösung der ständig bestehenden Betrieblichen Feuerwehr der Jenoptic GmbH und Gründung sowie Inbetriebnahme der Feuerwache Süd der BF.
7. Januar 1991
Die Berufsfeuerwehr begann mit dem 1. Grundlehrgang zur Ausbildung von Angehörigen der Berufsfeuerwehren Thüringens im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst. Bis zum Jahr 1998 wurden 10 derartige Lehrgänge mit insgesamt 145 Teilnehmern durchgeführt.
24. Januar 1991
Gründungsversammlung des Berufsfeuerwehr Vereins e.V. in der Berufsfeuerwehr Gera.
18. April 1991
Wurden für Thüringen die Feuerwehrdienstvorschriften (FwDV)  | FwDV 2/1 und FwDV 2/2 |
in Kraft gesetzt.
7. November 1991
Satzung über die Feuerwehr der Stadt Gera Die Freiwilligen Feuerwehren und die Berufsfeuerwehr bilden die Feuerwehren der Stadt Gera und unterstehen einer einheitlichen Leitung.
Aufgaben der Feuerwehr:  | Die Stadt Gera unterhält eine Feuerwehr als Öffentliche Einrichtung |
Die Aufgaben der Feuerwehr sind:  | die Brandbekämpfung
|  | die allgemeine und technische Hilfeleistung bei Unglücksfällen und bei solchen Notständen, die durch Naturereignisse, Explosionen o.ä. Vorkommnisse verursacht werden.
|  | die Mitwirkung im Rettungsdienst
|  | die Mitwirkung im Katastrophenschutz
|  | die Gestellung von Brandsicherheitswachen |
Gliederung der Feuerwehr:  | die Berufsfeuerwehr, die Bestandteil des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz ist
|  | die Freiwillige Feuerwehr Gera-Mitte
|  | die FF Gera-Langenberg einschl. der OT Roschütz und Thieschitz
|  | die FF Gera-Frankenthal einschl. der OT Ernsee und Dürrenebersdorf
|  | die FF Gera-Liebschwitz
|  | die FF Gera-Windischenbernsdorf
|  | die FF Gera-Zeulsdorf einschl. des OT Röppisch |
Gliederung der Freiwilligen Feuerwehr:  | die Einsatzabteilung
|  | die Reserveabteilung
|  | die Ehrenabteilung |
Leitung der Feuerwehr:
Die Feuerwehr der Stadt Gera wird durch den Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz geleitet. Die FF der Stadt Gera werden durch die Wehrführer geleitet.
1991/1992
Ausrüstung des gesamten Personals der BF und der FF Stadt Gera mit neuer Dienst- und Schutzbekleidung.
1. Januar 1992
Feuerwehr- Unterstützungskasse des ThFV e.V. (Richtlinien für die Leistungen der Feuerwehr-Unterstützungskasse treten am 01.01.1992 in Kraft).
7. Januar 1992
Das Thüringer Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz wurde verabschiedet und trat nach der Verkündung am 11. Januar 1992 in Kraft. Mit diesem Gesetz wurden für die Feuerwehren Thüringens die Arbeitsgrundlagen für ihre weitere Tätigkeit im Freistaat Thüringen geregelt.
13. April 1992
Inbetriebnahme der gemeinsamen Leitstelle für Brandschutz-Katastrophenschutz und Rettungsdienst für die Stadt Gera und den Landkreis Gera. 

Umstellung des gesamten Funkverkehrs auf 4-m-Band Übergang von der Alarmierung durch Sirenen in der Stadt auf "stille Alarmierung" durch Funkmeldeempfänger sowie Übernahme des Notrufes 115-Rettungsdienst.
11. Mai 1992
Erlass über Stiftung einer Brandschutz-Auszeichnung des Thür. Ministerpräsidenten.
28. Juni 1992
Ernennung der Angehörigen der Berufsfeuerwehr zu Beamten auf Probe mit Wirkung vom 01.08.1992.
1993
Wurden weitere Feuerwehr Dienst Vorschriften (FwDV) 13.1, 4, 3, 5, 7, 9.1, 10 und 12 erlassen und eingeführt. Im Jahre 1993 wurde der spezielle Rettungsdienst verstärkt in die Ausbildung einbezogen und aufgrund des neuen Inhaltes als
"Höhenrettungsdienst"
bezeichnet. Durch den Einsatz neuer Ausrüstungsgegenstände wurde die Arbeitssicherheit der Einsatzkräfte erhöht sowie ein höherer Einsatzwert bei der Rettung von Personen aus extremen Höhen und Tiefen erreicht.
1. Januar 1993
Nach 50 Jahren wirkt die Feuerwehr im Rettungsdienst wieder mit. Diesbezüglich wurde ein neuer RTW-Mercedes in Dienst gestellt.
18. September 1993
Satzung des Thüringer Feuerwehr-Verbandes vom 22.04.1992 in Erfurt beschlossen und ist in der ersten Änderung vom 18.09.1993 gültig.
Herbst 1993
Übergabe eines KLF und eines LF16-W50 an die damals noch eigenständige Gemeinde Aga im Hinblick auf die Gebietsreform.
1994
Stationierung eines KLF bei der FF Söllmnitz.
1. Januar 1994
Die Gemeinden Aga mit den Ortsteilen Großaga, Kleinaga, Lessen, Reichenbach und Seligenstädt; Cretzschwitz; Söllmnitz mit den Ortsteilen Lauenhain und Wernsdorf; Roben mit den Ortsteilen Rusitz und Steinbrücken; Hermsdorf; Falka mit den Ortsteilen Großfalka, Niebra und Otticha werden in die Stadt Gera eingegliedert.
21. Januar 1994
"Stadtanzeiger Gera" Drei Löschfahrzeuge vom Typ LF16/12 wurden am 18. Januar 1994 auf dem Hof der Hauptfeuerwache an die Geraer Feuerwehr übergeben. Von diesen drei Löschfahrzeugen erhielt ein LF die Freiwillige Feuerwehr Langenberg und ein LF die Feuerwache Süd.
5. bis 8. April 1994
Teilnahme der Mannschaft der Berufsfeuerwehr als Thüringenmeister an den 7. Deutschen Volleyballmeisterschaften der Berufsfeuerwehren in Essen. Es wurde der 9. Platz erreicht.
1. Juli 1994
Im Zuge der Gebietsreform werden die Gemeinden Röpsen mit den Ortsteilen Dorna und Negis; Thränitz mit den Ortsteilen Collis und Stern; Trebnitz mit dem Ortsteil Laasen; Hain mit dem Ortsteil Wacholderbaum; Weißig mit den Ortsteilen Gorlitzsch und Schafpreskeln sowie Naulitz nach Gera eingemeindet. Durch die 1994 erfolgten Eingemeindungen erhöht sich die Einwohnerzahl der Stadt um 5170 Einwohner und erreicht damit wieder über 130.00 Einwohner. Die Fläche der Stadt verdoppelt sich von 7764 auf 15.164 Hektar.
2. Juli 1994
"Amtsblatt der Stadt Gera" (Sonderbeilage)Gruß an die Einwohner von
Naulitz, Hain, Röpsen, Thränitz, Trebnitz und Weißig sowie alle ihre Ortsteile
als Bürgerinnen und Bürger der Stadt Gera.
9. September 1994
35jähriges Bestehen der Tauchergruppe der Berufsfeuerwehr Gera.
1. Oktober 1994
Im Rahmen des 135jährigen Bestehens der städtischen Feuerwehr Gera fanden am 1. und 2. Oktober Vorführungen der Technik und Übungen statt. Als Höhepunkt der Feier wurde am 2. Oktober ein Festumzug der Feuerwehr durch die Innenstadt Geras durchgeführt. 

15. Dezember 1994
Die neue Satzung der Feuerwehr der Stadt Gera wurde durch den Stadtrat beschlossen und trat danach in Kraft. Die durch die Gebietsreform neu hinzugekommenen Freiwilligen Feuerwehren wurden damit in die Feuerwehr der Stadt Gera integriert.
21. Juli 1995
Ernennung der Angehörige der Berufsfeuerwehr zu Beamten auf Lebenszeit zum 1. August 1995.
10. bis 12. Oktober 1995
Die Berufsfeuerwehr Gera organisierte die erste Vollversammlung der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren Deutschlands in einem der neuen Bundesländer.
1996
Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Jena nahm eine Mannschaft am Regionalausscheid Fußball zur Deutschen Meisterschaft teil. Gegner waren die Landesmeister der Freistaaten Bayern und Sachsen.
25. bis 27. Juli 1996
Teilnahme einer Wettkampfmannschaft an den Bundesausscheidungen im Internationalen Feuerwehrsportwettkampf in Böblingen. In der Disziplin 4 X 100 m-Feuerstaffel belegte die Berufsfeuerwehr Gera den 1. Platz. In der Gesamtmannschaftswertung der Berufsfeuerwehren wurde der 3. Platz belegt. 

Oktober 1996
Auf Bitte der Vereinigung "Feuerwehren Tschernobyl" stellte die Feuerwehr Gera technische Feuerwehrausrüstung, Feuerschutz- und -einsatzbekleidung für einen Hilfstransport nach Tschernobyl zur Verfügung.
19. Dezember 1996
Mit Beschluss Nr. 290/96 des Stadtrates wurde die Entwicklungskonzeption der Feuerwehr Gera (Feuerwehr 2000) angenommen. Ein Schwerpunkt der Satzung ist die Unterteilung der Stadt in drei Ausrückebereiche und der Neubau der Feuerwache Süd als Ersatz für den derzeitigen Standort in der Keplerstraße.
18. bis 21. April 1997
Bei den 8. Deutschen Volleyballmeisterschaften der Berufsfeuerwehren belegte die Mannschaft der Berufsfeuerwehr Gera einen sehr guten 6. Platz. 

23. September 1997
Im Rahmen der Hilfe für Geschädigte des Oderhochwassers führte die Berufsfeuerwehr Gera einen Hilfstransport nach Polen durch. Ziel war eine städtische Kinderkrippe in Wroclaw. Es wurden Sach- und Geldspenden der Stadt Gera sowie eine Geldspende der Feuerwehr Gera in Höhe von 400,00 DM übergeben. 
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